Neue Finanzordnung 2021 Teil 2: Von der Warenumsatzsteuer zur Mehrwertsteuer

 

 

Die Direkte Bundessteuer und die Mehrwertsteuer sind die wichtigsten Einnahmequellen des Bundes, sie machen zusammen fast zwei Drittel der gesamten Einnahmen aus. Aber wie sind diese Steuern überhaupt entstanden?

 

 

Von der Warenumsatzsteuer zur Mehrwertsteuer

Die Ursprünge der Warenumsatzsteuer liegen wie auch bei der direkten Bundessteuer im Krieg. Grundlage zum Beschluss der Einführung einer Warenumsatzsteuer (WUST) waren der dringliche Bundesbeschluss vom 30. August 1939 über die Massnahmen zum Schutze des Landes und zur Aufrechterhaltung der Neutralität („Vollmachten-Beschluss“) sowie der Bundesbeschluss vom 11. April 1940 zum Finanzhaushalt des Bundes. Die WUST wurde erstmals für das 4. Quartal 1941 erhoben.

 

Die WUST wurde 1959 in Art. 41ter der Bundesverfassung verankert. In der Folge unternahmen Parlament und Regierung verschiedene Versuche, die WUST mit Blick auf die wachsenden Ausgabenüberschüsse neu zu definieren. Wie schon bei ihrer Konzeption zu Kriegsbeginn war auch in der Nachkriegszeit das Ausland Vorbild. Namentlich das französische Modell einer Netto-Allphasen-Steuer mit Vorsteuerabzug wurde in den 70-er Jahren diskutiert. Auch Dienstleistungen sollten von der Steuer erfasst werden, wobei sich die Anzahl der Steuerpflichtigen vervielfacht hätte.

 

Volk und Stände stimmten der Einführung einer MWST jedoch erst im vierten Anlauf zu, nämlich am 28. November 1993. Drei Versuche, dem Stimmvolk eine moderne Umsatzsteuer schmackhaft zu machen, waren 1977, 1979 und 1991 gescheitert. Die MWST trat am 1. Januar 1995 in Kraft. Um die Wirtschaft zu entlasten, wurden Investitionen nicht mehr besteuert. Als Kompensation wurden neu Dienstleistungen steuerbar. Der Systemwechsel von der WUST zur MWST war massgeblich auf die Etablierung der MWST in sämtlichen Mitgliedstaaten der EU zurückzuführen. Die MWST ist ebenfalls bis 2020 befristet.

 

Die Entwicklung der Mehrwertsteuersätze finden Sie hier.

 

Lesen Sie im dritten Teil, was bei einem Nein am 4. März 2018 passieren könnte.

 

 

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