Pensionskasse: Vorbezug für den Erwerb von Wohneigentum

 

 

Beim Kauf einer selbstbewohnten Wohnung oder eines Hauses besteht die Möglichkeit, Gelder aus der Pensionskasse zu beziehen. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, wie hoch muss/darf der bezogene Betrag sein und welche Steuer-folgen ergeben sich?

 

 

Voraussetzungen für den Vorbezug von Pensionskassengeldern

  • Es muss sich um Wohneigentum im Sinne des BVG handeln (Eigentumswohnung, Einfamilienhaus)
  • Die Liegenschaft muss im Eigentum erworben werden (Alleineigentum, Miteigentum, Stockwerkeigentum, Baurecht)
  • Die Liegenschaft muss dem Eigenbedarf dienen (Wohnsitznahme; Ferienwohnungen gelten nicht als Eigenbedarf)
  • Die Vorsorgegelder dürfen nur für den Erwerb eines Objektes bezogen werden, eine Aufteilung auf mehrere Liegenschaften ist nicht möglich

Mindestbetrag und Begrenzung

  • Der Mindestbetrag für den Vorbezug beträgt CHF 20'000.-
  • Dieser Mindestbetrag gilt nicht für den Erwerb von Anteilscheinen an Wohnbaugenossenschaften o.ä.
  • Ein Vorbezug kann alle 5 Jahre geltend gemacht werden
  • Hat die versicherte Person das Alter 50 überschritten, darf sie entweder höchstens den im Alter 50 ausgewiesenen Betrag der Freizügigkeitsleistung oder die Hälfte der Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt des Vorbezugs beziehen

 

Möglichkeit der Verpfändung

Anstelle eines Vorbezugs kann das Pensionskassenguthaben auch verpfändet werden zu Gunsten der finanzierenden Bank. Der Vorteil einer Verpfändung gegenüber dem Vorbezug ist, dass sich keine Reduktion der Rente ergibt, weil die Gelder in der Pensionskasse verbleiben und weiterhin verzinst werden. Der Nachteil ist, dass die Bank zusätzlich zum verpfändeten Betrag Eigenmittel in Geldform verlangen dürfte.

 

 

Steuerfolgen eines Vorbezugs

Die Pensionskasse hat den Vorbezug der Eidgenössischen Steuerverwaltung innerhalb von 30 Tagen mittels Formular zu melden. Der Steuerpflichtige erhält danach automatisch eine Steuerrechnung zugestellt. Die Auszahlungen von Vorsorge-geldern werden privilegiert und getrennt vom übrigen Einkommen versteuert. Beim Bund werden Bezüge aus Vorsorge-einrichtungen nur zu 20% des Steuertarifs besteuert. Bei den Kantonen bestehen unterschiedliche Ermässigungen. Der Kanton Aargau beispielsweise besteuert den Bezug von Vorsorgegeldern aktuell zu 30% des Steuertarifs (Stand 2018).

 

 

Steueroptimierung

Trotz der bereits stark privilegierten Besteuerung können die Bezüge zusätzlich zeitlich und betragsmässig optimiert werden, da der Steuertarif wie bei den übrigen Einkünften progressiv ausgestaltet ist.

 

 

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